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Wann sollten Kinder eine Zahnspange bekommen?
Ab wann brauchen Kinder eine Zahnspange? Informationen zur ersten Untersuchung mit sieben Jahren, Frühbehandlung und Zahnspangen im Jugendalter.
Beantwortet von:
Uzman Dr. Dt. Yağmur Yıldırım
Veröffentlicht:
Die erste kieferorthopädische Untersuchung wird spätestens im Alter von etwa sieben Jahren empfohlen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kind in diesem Alter eine Zahnspange benötigt. Umfangreiche Behandlungen mit festsitzenden Zahnspangen beginnen häufig zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr. Bei bestimmten Kieferentwicklungs- oder Bissproblemen kann eine frühere Behandlung sinnvoll sein. Der richtige Zeitpunkt hängt von der individuellen Entwicklung ab.
Wann sollten Kinder eine Zahnspange bekommen?
Wenn Eltern bei ihren Kindern schief stehende oder eng stehende Zähne bemerken, fragen sie sich häufig, wann der beste Zeitpunkt für eine Zahnspange gekommen ist. In der Kieferorthopädie gibt es jedoch kein einheitliches Behandlungsalter, das für alle Kinder gilt. Bei manchen Kindern ist es sinnvoll, den Durchbruch der meisten bleibenden Zähne abzuwarten. Bei bestimmten Kiefer- und Bissfehlstellungen kann dagegen eine frühzeitige Behandlung angezeigt sein.
Die erste kieferorthopädische Untersuchung sollte spätestens im Alter von etwa sieben Jahren stattfinden. In dieser Entwicklungsphase sind häufig sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne vorhanden, während sich die Kiefer noch im Wachstum befinden. So können mögliche Störungen des Zahndurchbruchs und der Bisslage frühzeitig erkannt werden.
Eine frühe Untersuchung bedeutet allerdings nicht, dass sofort eine Zahnspange eingesetzt werden muss. Bei vielen Kindern sind zunächst regelmäßige Verlaufskontrollen ausreichend.
Welches Alter ist für eine Zahnspange am besten geeignet?
Umfangreiche kieferorthopädische Behandlungen mit festsitzenden Zahnspangen beginnen häufig zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr, wenn bereits ein großer Teil der bleibenden Zähne durchgebrochen ist. Der Zeitpunkt des Zahndurchbruchs unterscheidet sich jedoch von Kind zu Kind. Deshalb kann eine Behandlung im Einzelfall früher oder später sinnvoll sein.
Bei der Planung werden das Ausmaß des Zahnengstands, die Beziehung zwischen Ober- und Unterkiefer, der Zustand der Milchzähne und die jeweilige Wachstumsphase berücksichtigt. Das kalendarische Alter allein ist kein ausreichendes Entscheidungskriterium.
Wann kann eine frühzeitige kieferorthopädische Behandlung notwendig sein?
Bei bestimmten Fehlstellungen ist es wichtig, die Wachstums- und Entwicklungsphase zu berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise Kreuzbisse, ein zu schmaler Oberkiefer, ausgeprägte Kieferfehlstellungen, Störungen beim Durchbruch bleibender Zähne oder stark vorstehende Frontzähne mit erhöhtem Verletzungsrisiko.
In diesen Situationen kommt nicht immer eine klassische festsitzende Zahnspange zum Einsatz. Je nach Befund können Geräte zur Kiefererweiterung, herausnehmbare oder festsitzende Apparaturen sowie bei geeigneten Patienten wachstumsbeeinflussende Behandlungen sinnvoll sein.
Das Ziel einer frühen Behandlung besteht nicht darin, sofort alle Zähne gerade zu stellen. Vielmehr sollen Probleme zum richtigen Entwicklungszeitpunkt behandelt und spätere Maßnahmen gegebenenfalls erleichtert werden. Eine Frühbehandlung schließt eine weitere kieferorthopädische Behandlungsphase nicht grundsätzlich aus.
Ist eine Zahnspange möglich, solange noch Milchzähne vorhanden sind?
Auch wenn noch nicht alle Milchzähne ausgefallen sind, kann bei bestimmten Kindern eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt werden. Diese Phase wird als Wechselgebiss bezeichnet. Die Notwendigkeit einer Behandlung lässt sich jedoch nicht allein anhand des Erscheinungsbildes schief stehender Zähne beurteilen.
Einige Unregelmäßigkeiten bei neu durchbrechenden bleibenden Schneidezähnen können sich durch das Wachstum der Kiefer und den weiteren Zahnwechsel verändern. Bei deutlich ausgeprägten Bissproblemen ist ein Abwarten dagegen nicht immer die beste Lösung.
Deshalb sollten Eltern die Zahnstellung fachlich beurteilen lassen, anstatt grundsätzlich auf eine spontane Korrektur zu vertrauen.
Wie lange dauert eine Zahnspangenbehandlung bei Kindern?
Die Behandlungsdauer hängt von der Art der Fehlstellung und der gewählten Methode ab. Manche Frühbehandlungen verfolgen ein begrenztes Ziel und können entsprechend kürzer ausfallen. Eine umfassende Behandlung mit festsitzenden Brackets benötigt meist mehr Zeit.
Während der Behandlung sind eine sorgfältige Mundhygiene, regelmäßige Kontrolltermine und die konsequente Verwendung verordneter herausnehmbarer Geräte wichtig. Insbesondere bei festsitzenden Zahnspangen müssen die Bereiche um Brackets und Drähte gründlich gereinigt werden, um Plaqueansammlungen zu vermeiden.
Nach Abschluss der aktiven Behandlung können Retentionsgeräte erforderlich sein, um die neue Zahnstellung zu stabilisieren.
Kieferorthopädische Untersuchung für Kinder in Üsküdar
In der Dentsmile Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit in Üsküdar werden bei der kieferorthopädischen Beurteilung von Kindern die Reihenfolge des Zahndurchbruchs, die Kieferentwicklung, die Bissverhältnisse und die allgemeine Mundgesundheit berücksichtigt. Bei Bedarf werden die klinische Untersuchung durch Messungen und geeignete Röntgenaufnahmen ergänzt.
Eine kieferorthopädische Behandlung soll nicht ausschließlich gerade Zähne ermöglichen. Auch die Kaufunktion, eine gesunde Entwicklung der Kiefer und die langfristige Zahngesundheit spielen eine wichtige Rolle.
Nicht jedes Kind benötigt bereits mit sieben Jahren eine Zahnspange. Eine Untersuchung bis zu diesem Alter kann jedoch helfen, den richtigen Behandlungszeitpunkt festzulegen.