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Dentsmile — Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit

Fragen & Antworten

Was sind die Ursachen für Zahnfleischbluten?

Warum blutet das Zahnfleisch und was hilft dagegen? Erfahren Sie mehr über Gingivitis, Zahnstein, Parodontitis und Behandlungen in Üsküdar.

Beantwortet von: Dr Sema Tekin

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Zahnfleischbluten entsteht meistens durch eine Zahnfleischentzündung, die von bakteriellen Belägen im Bereich der Zähne verursacht wird. Auch eine falsche Putztechnik, Zahnstein, parodontale Erkrankungen, hormonelle Veränderungen und bestimmte Allgemeinerkrankungen können Blutungen auslösen. Wiederkehrendes Zahnfleischbluten sollte nicht als normal angesehen werden. Zur Abklärung der Ursache ist eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll.

Was sind die Ursachen für Zahnfleischbluten?

Viele Menschen bemerken beim Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide Blutungen und halten dies zunächst für normal. Zwar kann sehr kräftiges Bürsten gelegentlich kleine Verletzungen verursachen, gesundes Zahnfleisch sollte bei der täglichen Mundpflege jedoch nicht regelmäßig bluten. Häufig ist Zahnfleischbluten ein frühes Anzeichen dafür, dass in der Mundhöhle ein Problem besteht.

Die häufigste Ursache ist eine Zahnfleischentzündung durch bakterielle Plaque, die sich rund um die Zähne ansammelt. Werden die Beläge auf den Zahnoberflächen und am Zahnfleischrand nicht ausreichend entfernt, reagiert das Zahnfleisch mit einer Entzündung. Rötungen, Schwellungen, Empfindlichkeit und Blutungen beim Zähneputzen können die Folge sein.

Allerdings ist nicht jede Blutung ausschließlich auf mangelnde Mundhygiene zurückzuführen. Zahnstein, Erkrankungen des Zahnhalteapparates, bestimmte Medikamente und gesundheitliche Allgemeinerkrankungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Deshalb sind Häufigkeit, Dauer und Begleitsymptome der Blutung für die Beurteilung wichtig.

Wie verursacht eine Zahnfleischentzündung Blutungen?

Eine Gingivitis gehört zu den häufigsten Gründen für Zahnfleischbluten. Bakterielle Beläge auf den Zähnen lösen eine Entzündungsreaktion im Zahnfleisch aus. Dadurch werden die Blutgefäße im entzündeten Gewebe empfindlicher, sodass bereits die Berührung mit Zahnbürste oder Zahnseide Blutungen hervorrufen kann.

In dieser Phase kann das Zahnfleisch stärker gerötet und geschwollen sein als gewöhnlich. Bei manchen Patienten tritt zusätzlich Mundgeruch auf. Kennzeichnend für eine Gingivitis ist, dass noch kein parodontitisbedingter Abbau des Knochens vorliegt, der die Zähne stützt.

Durch professionelle Zahnreinigung und eine geeignete häusliche Mundhygiene lässt sich die Entzündung im frühen Stadium häufig gut kontrollieren. Werden die bakteriellen Beläge weiterhin nicht ausreichend entfernt, können sich bei anfälligen Personen jedoch fortgeschrittene parodontale Erkrankungen entwickeln.

Können Zahnstein und Parodontitis Zahnfleischbluten verursachen?

Bleibt Plaque längere Zeit auf den Zahnoberflächen, kann sie durch die Einlagerung von Mineralstoffen zu Zahnstein werden. Dessen raue Oberfläche erleichtert die Anlagerung weiterer bakterieller Beläge. Besonders Zahnstein am und unter dem Zahnfleischrand kann dazu beitragen, dass sich das umliegende Gewebe dauerhaft entzündet.

Bei einer Parodontitis sind nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch das Bindegewebe und der Kieferknochen betroffen, die den Zähnen Halt geben. Neben Zahnfleischbluten können Zahnfleischrückgang, vertiefte Zahnfleischtaschen, Mundgeruch und in fortgeschrittenen Fällen gelockerte Zähne auftreten.

Wenn das Zahnfleisch weniger blutet, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass eine Parodontitis vollständig ausgeheilt ist. Gerade bei Rauchern können Blutungen weniger deutlich ausgeprägt sein. Deshalb werden zur Beurteilung einer parodontalen Erkrankung neben den Beschwerden auch die klinischen Untersuchungsbefunde herangezogen.

Können falsches Zähneputzen und Zahnseide Zahnfleischbluten auslösen?

Wer die Zähne zu kräftig putzt, eine ungeeignete Zahnbürste verwendet oder Zahnseide mit starkem Druck in das Zahnfleisch bewegt, kann das Gewebe verletzen. Dadurch entstehen unter Umständen lokale Blutungen und Empfindlichkeiten an einer bestimmten Stelle.

Auch Personen, die erstmals Zahnseide verwenden und bereits entzündetes Zahnfleisch haben, können in den ersten Tagen Blutungen bemerken. Deshalb sollte die Zahnzwischenraumreinigung nicht grundsätzlich sofort aufgegeben werden. Entscheidend ist vielmehr eine schonende, korrekte Technik, die Beläge entfernt, ohne das Zahnfleisch zu verletzen.

Eine Zahnbürste mit weichen Borsten, sanfte Bewegungen entlang des Zahnfleischrandes und eine regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume unterstützen die Zahnfleischgesundheit. Hält die Blutung an, sollte eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen.

Beeinflussen Schwangerschaft, Medikamente und Allgemeinerkrankungen das Zahnfleischbluten?

Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können dazu führen, dass das Zahnfleisch empfindlicher auf bakterielle Beläge reagiert. Daher treten bei manchen Schwangeren deutlichere Schwellungen und Blutungen auf. Auch in der Schwangerschaft sollte Zahnfleischbluten allerdings nicht als selbstverständlich betrachtet und übergangen werden.

Blutverdünnende Medikamente können dazu führen, dass Blutungen leichter entstehen oder länger anhalten. Darüber hinaus können bestimmte Bluterkrankungen, Störungen der Blutgerinnung und Nährstoffmängel mit Zahnfleischbluten verbunden sein. Besonders bei spontanen oder lang anhaltenden Blutungen sowie bei zusätzlichen Blutungen oder blauen Flecken an anderen Körperstellen ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Patienten, die Blutverdünner einnehmen, dürfen ihre Medikamente wegen Zahnfleischbluten nicht eigenständig absetzen. Falls erforderlich, sollten der Zahnarzt und der behandelnde Arzt die Situation gemeinsam beurteilen.

Wie lässt sich Zahnfleischbluten behandeln?

Der erste Schritt besteht darin, die Blutungsquelle und ihre Ursache festzustellen. Liegt eine durch Plaque und Zahnstein verursachte Gingivitis vor, bilden die professionelle Entfernung der Ablagerungen und eine verbesserte tägliche Mundhygiene meist die Grundlage der Behandlung.

Bei einer Parodontitis werden die Tiefe der Zahnfleischtaschen, der Zustand des Zahnhalteapparates und ein möglicher Knochenabbau beurteilt. Bei Bedarf können eine Reinigung unterhalb des Zahnfleischrandes und weitere parodontale Behandlungsmaßnahmen erforderlich sein.

Regelmäßiges Zähneputzen, die Zahnzwischenraumreinigung und sorgfältige Mundhygiene zu Hause unterstützen den Heilungsverlauf. Allein mit Mundspülungen oder dadurch, dass der blutende Bereich nicht mehr geputzt wird, lässt sich die zugrunde liegende Ursache jedoch meist nicht beseitigen.

Gehen die Blutungen mit Schmerzen, deutlichen Schwellungen, Eiteraustritt oder gelockerten Zähnen einher, sollte die zahnärztliche Untersuchung nicht hinausgezögert werden. Starke, nicht stillbare Blutungen oder zusätzliche unerklärliche Blutungen können eine dringende medizinische Abklärung erfordern.

Behandlung von Zahnfleischbluten in Üsküdar

In der Dentsmile Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit in Üsküdar, Istanbul, werden bei Zahnfleischbluten die Mundhygienegewohnheiten, vorhandene Zahnsteinablagerungen, der Zustand des Zahnfleisches und mögliche Hinweise auf eine Parodontitis gemeinsam beurteilt. Wenn es erforderlich ist, helfen Messungen der Zahnfleischtaschen und geeignete Röntgenuntersuchungen bei der Bewertung des Zahnhalteapparates.

Ziel der Behandlung ist es nicht nur, die Blutung vorübergehend zu vermindern. Vielmehr soll die zugrunde liegende Entzündung oder eine andere Ursache erkannt werden, damit die Gesundheit des Zahnfleisches langfristig erhalten werden kann.

Wiederkehrendes Zahnfleischbluten sollte nicht ignoriert werden. Eine frühzeitige zahnärztliche Untersuchung und ein individuell abgestimmter Behandlungsplan können helfen, das Fortschreiten von Zahnfleischerkrankungen zu verhindern und die natürlichen Zähne langfristig zu erhalten.