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Dentsmile — Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit

Fragen & Antworten

Was tun bei geschwollenem Zahnfleisch?

Was hilft bei geschwollenem Zahnfleisch? Erfahren Sie mehr über Ursachen, Hausmittel, Gingivitis, Abszesse und wichtige Warnzeichen.

Beantwortet von: Prof. Dr. Tahsin Yıldırım

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Geschwollenes Zahnfleisch entsteht häufig durch bakterielle Beläge, eine Gingivitis oder eine Zahninfektion. Die betroffene Stelle sollte nicht ausgedrückt oder aufgestochen werden. Stattdessen sind eine schonende Mundhygiene und die zahnärztliche Abklärung der Ursache wichtig. Starke Schmerzen, Eiter, Fieber oder eine sich ausbreitende Schwellung erfordern eine zeitnahe Untersuchung.

Warum schwillt das Zahnfleisch an?

Wenn das Zahnfleisch anschwillt, liegt häufig eine Entzündung vor. Bakterielle Plaque am Zahnfleischrand kann Rötungen, Empfindlichkeit und Blutungen verursachen. Diese frühe Form der Zahnfleischentzündung wird als Gingivitis bezeichnet und lässt sich bei geeigneter Behandlung meist gut kontrollieren.

Allerdings hat nicht jede Zahnfleischschwellung dieselbe Ursache. Entzündungen an einer Zahnwurzel, parodontale Abszesse, Speisereste zwischen den Zähnen, schlecht angepasste Restaurationen oder Probleme im Bereich eines Weisheitszahnes kommen ebenfalls infrage. Anhand des sichtbaren Befundes allein lässt sich die Ursache nicht immer zuverlässig bestimmen.

Was kann man zu Hause gegen geschwollenes Zahnfleisch tun?

Zunächst sollte die tägliche Mundpflege vorsichtig fortgesetzt werden. Mit einer weichen Zahnbürste lässt sich der Bereich möglichst schonend reinigen. Auch die Zahnzwischenräume sollten mit geeigneten Hilfsmitteln gepflegt werden, soweit dies ohne Verletzung möglich ist.

Sanftes Spülen mit lauwarmem Salzwasser kann vorübergehend Linderung bringen, beseitigt aber keine tiefer liegende Infektion. Das Zahnfleisch sollte weder ausgedrückt noch mit einer Nadel aufgestochen werden. Reizende Hausmittel können die Beschwerden verschlimmern. Bei einer zusätzlichen Schwellung der Wange kann eine kurzzeitig von außen aufgelegte kalte Kompresse angenehm sein.

Diese Maßnahmen ersetzen keine Untersuchung. Hält die Schwellung an oder kehrt sie wieder, muss die Ursache zahnärztlich abgeklärt werden.

Wie wird eine Zahnfleischschwellung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose. Bei einer durch Plaque oder Zahnstein verursachten Gingivitis stehen die professionelle Entfernung der Ablagerungen und eine verbesserte Mundhygiene im Vordergrund. Bei einer Parodontitis können die Untersuchung der Zahnfleischtaschen und eine Reinigung unterhalb des Zahnfleischrandes notwendig werden.

Liegt ein Zahnabszess vor, reicht eine einfache Zahnsteinentfernung dagegen nicht aus. Abhängig von der Infektionsquelle können eine Drainage, eine Wurzelkanalbehandlung oder, wenn der Zahn nicht erhalten werden kann, eine Extraktion erforderlich sein. Antibiotika sind nicht bei jeder Schwellung notwendig und sollten nur nach fachlicher Beurteilung eingesetzt werden.

Wann ist eine Zahnfleischschwellung gefährlich?

Eine leichte Schwellung kann vorübergehend zurückgehen. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass die Ursache vollständig beseitigt ist. Zunehmende Schmerzen, Eiteraustritt, Fieber, eine eingeschränkte Mundöffnung oder eine Ausbreitung in den Wangen- und Kieferbereich sind wichtige Warnzeichen.

Atem- oder Schluckbeschwerden, eine schnell zunehmende Schwellung oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands erfordern sofortige medizinische Hilfe. Menschen mit schlecht eingestelltem Diabetes oder geschwächtem Immunsystem sollten bei Verdacht auf eine Infektion besonders früh untersucht werden.

Behandlung von Zahnfleischschwellungen in Üsküdar

In der Dentsmile Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit in Üsküdar werden bei geschwollenem Zahnfleisch die Zähne, das Zahnfleisch, Plaque- und Zahnsteinablagerungen sowie gegebenenfalls Zahnfleischtaschen und Röntgenbefunde untersucht.

Entscheidend ist nicht nur, die Schwellung zu lindern, sondern ihre Ursache gezielt zu behandeln. Eine frühzeitige Diagnose kann dazu beitragen, die Gesundheit des Zahnhalteapparates langfristig zu erhalten.